Das Haftungsproblem auf PP und PE ist kein Problem der Beschichtungsformel. Es handelt sich um ein Oberflächenenergieproblem. Polypropylen und Polyethylen haben Oberflächenenergien von 29–36 mN/m – unterhalb der kritischen Schwelle, bei der Standard-Beschichtungsbindemittel sich auf dem Untergrund ausbreiten, benetzen und verbinden können. Ein Austausch des Harzes, das Hinzufügen von Haftvermittlern zur Beschichtung oder die Anpassung des Vernetzungsverhältnisses können die Haftung innerhalb des begrenzten Bereichs verbessern, den die Oberflächenenergielücke zulässt – die Lücke selbst kann jedoch nicht geschlossen werden. Dafür ist ein Wechsel der Oberfläche erforderlich.
Ändert die Kunst und Weise, wie die Beschichtung die Oberfläche erreicht und mit ihr interagiert. Wirksam für geringfügige Verbesserungen der Haftung auf Substraten mit einer gewissen Oberflächenreaktivität – begrenzt durch die inhärente Oberflächenenergie des Substrats.
Kann nicht gelöst werden: Grundlegendes PP/PE-Oberflächenenergiedefizit
Modifiziert die Oberflächenchemie des Substrats vor dem Auftragen der Beschichtung und schafft so reaktive Bindungsstellen, an denen die Beschichtung verankern kann. Beseitigt die Grundursache unabhängig von der Beschichtungsformulierung.
Behebt: die Oberflächenenergielücke direkt
Was sich nach der Vorbehandlung mit DH-7208 geändert hat
| Kreuzschnitthaftung (GT0) | Die Haftung nach der Vorbehandlung entspricht der GT0-Spezifikation auf Substraten, bei denen die unbehandelten Ergebnisse GT3–GT5 waren |
| Wasserkochbeständigkeit | Die Haftung bleibt nach dem Wasserkochtest erhalten – eine häufige Qualifikationsanforderung in der Automobil- und Konsumgüterbranche |
| Schrumpfungsanpassung | Reduziert die Haftungsreduzierung, die durch Dimensionsänderungen im Untergrund während und nach der Aushärtung verursacht wird |
| Vakuumbeschichtungskompatibilität | Die vorbehandelte Oberfläche bietet eine stabile Basis für die Vakuummetallisierung ohne Delaminierung |
| Nachfolgende Prozessstabilität | Behandelte Teile behalten auch bei nachgelagerter Montage, Handhabung und Verwendungsbedingungen eine gleichbleibende Haftungsleistung |
In der Produktion: Wurde die DH-7208-Vorbehandlung ersetzt oder reduziert
Flammbehandlung und Plasmabehandlung sind die häufigsten Alternativen zur Verbesserung der PP/PE-Haftung. Beide sind wirksam, weisen jedoch praktische Einschränkungen in der Produktion auf:
- Komplexe 3D-Geometrie: Flamme und Plasma können Innenflächen, Vertiefungen und Hinterschneidungen nicht dauerhaft erreichen – eine chemische Vorbehandlung kann dies tun
- Prozesskonsistenz: Die Intensität der Flammenbehandlung variiert je nach Gasfluss, Entfernung und Bedienertechnik – die Flüssigkeitsvorbehandlung ist besser kontrollierbar
- Nachbehandlungsfenster: Die Flammen- und Plasmaaktivierung lässt über Stunden nach – eine chemische Vorbehandlung sorgt für eine dauerhaftere Oberflächenmodifikation
Haftungsfehler bei PP und PE sind keine Beschichtungsprobleme, sondern Probleme mit der Substratoberfläche. Die Vorbehandlung mit DH-7208 verändert die Oberflächenchemie des Substrats und stellt die Bindungsstellen bereit, die das Beschichtungssystem benötigt, um unabhängig von weiteren Formulierungsänderungen eine dauerhafte Haftung zu entwickeln.