Wenn die Haftung auf PP, PE, POM, EPDM-Gummi oder Edelstahl dauerhaft nachlässt – selbst nach einem Beschichtungswechsel oder einer Erhöhung des Vernetzerverhältnisses – liegt das Problem normalerweise nicht in der Beschichtung. Es befindet sich in der Lücke zwischen einer chemisch inerten Substratoberfläche und einem Beschichtungssystem, das für die Verbindung mit einer viel reaktiveren Oberfläche entwickelt wurde.
Warum Substrate mit geringer Oberflächenenergie der Verklebung widerstehen
Die Oberflächenenergie ist das Maß dafür, wie schnell sich eine Flüssigkeit oder Beschichtung auf einer festen Oberfläche ausbreiten und mit ihr chemisch interagieren kann. Polyolefine wie PP und PE haben Oberflächenenergien von etwa 29–36 mN/m – deutlich unter dem Schwellenwert von 38–40 mN/m, bei dem die meisten Beschichtungssysteme einen ausreichenden Kontakt und eine ausreichende Bindung herstellen können. Edelstahl, POM und EPDM-Gummi weisen jeweils ihre eigenen Barrieren auf: passivierte Oxidschichten, kristalline Oberflächen oder chemisch inerte Elastomerchemie, die herkömmliche Beschichtungen nicht durchdringen oder nicht zuverlässig verbinden können.
Unpolare Polyolefinoberflächen mit einer Oberflächenenergie unter 36 mN/m – die meisten Beschichtungsbindemittel können ohne Oberflächenaktivierung nicht effektiv benetzen oder binden
Hochkristalline Polymeroberfläche mit geringer chemischer Reaktivität – Bindungsstellen sind rar und Beschichtungen haben eine begrenzte Verankerungsfähigkeit
Elastomeroberfläche mit unpolarem, gesättigtem Rückgrat – von Natur aus inkompatibel mit den polaren funktionellen Gruppen, auf denen die meisten Beschichtungshaftungsmechanismen beruhen
Passive Chromoxid-Oberflächenschicht, die chemisch stabil ist und wenig reaktive Bindungsstellen aufweist – die gleiche Eigenschaft, die Korrosion verhindert, begrenzt auch die Haftung
DH-7208: Halogenfreies Pfropfcopolymer-Substratbehandlungsmittel
DH-7208 ist ein halogenfreies Spezial-Pfropfcopolymer, das für die Oberflächenvorbehandlung von schwer zu beschichtenden Substraten – PP, PE, POM, EPDM-Gummi und Edelstahl – vor dem Auftragen von PU-Beschichtungen, thermoplastischen Beschichtungen oder Vakuumbeschichtungsverfahren entwickelt wurde. Durch die Behandlung der Substratoberfläche vor der Beschichtung entsteht eine chemisch kompatible Schnittstelle, an der sich die Deckschicht oder Beschichtungsschicht zuverlässig und dauerhaft binden kann.
Leistungsbeiträge
Substrat- und Prozessabdeckung
| PP (Polypropylen) | Primäres Zielsubstrat – sorgt für die Oberflächenaktivierung, die die niedrige Oberflächenenergie von PP allein nicht bieten kann |
| PE (Polyethylen) | Ähnlicher Mechanismus wie PP; HDPE und LDPE reagieren beide auf eine Vorbehandlung mit einer verbesserten Beschichtungshaftung |
| POM (Polyacetal / Delrin) | Die kristalline Oberfläche wird nach der Vorbehandlung aufnahmefähiger für Beschichtungen und verbessert so die Haftungskonsistenz |
| EPDM-Gummi | Die Vorbehandlung des Elastomersubstrats verbessert die Haftung von Beschichtungen und Auflagen auf Gummidichtungen und -komponenten |
| Edelstahl | Reduziert die Barriere der passiven Oxidschicht und unterstützt so eine bessere Grenzflächenbindung der Decklacke |
| PU- und thermoplastische Beschichtungen | Kompatibel mit Standard-PU-Decklacken und thermoplastischen Beschichtungssystemen, die nach der Vorbehandlung aufgetragen werden |
| Vakuumbeschichtung | Schafft eine stabile Basis für Vakuummetallisierungsprozesse und verbessert die Haftung und Haltbarkeit der Beschichtung |
Compliance
DH-7208 ist halogenfrei und so formuliert, dass es die RoHS- und PFAS-Anforderungen erfüllt – und unterstützt so die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften für Beschichtungsanwendungen in den Bereichen Automobil, Unterhaltungselektronik und medizinische Geräte.
Häufig gestellte Fragen
Haftungsfehler auf PP, PE, POM, EPDM und Edelstahl sind grundsätzlich Probleme mit der Substratoberfläche – und nicht mit Beschichtungsproblemen. Die Lösung beginnt, bevor die Spritzpistole aufgenommen wird.
- DH-7208 modifiziert die Oberflächenchemie des Substrats, um Bindungsstellen zu schaffen, an denen die Beschichtung verankern kann
- Verbessert die Haftung, die Wasserkochbeständigkeit, die Schrumpfungskontrolle und die Stabilität der Vakuumbeschichtung
- Halogenfrei, erfüllt RoHS- und PFAS-bezogene Anforderungen
- Ergänzend zur Optimierung der Beschichtungsformulierung adressieren die beiden Ansätze unterschiedliche Teile des Adhäsionssystems