Bei industriellen Inkjet-Tinten, keramischen Inkjet-Tinten, Digitaldruck- und Codiersystemen kommt es häufig zu einer Situation: Der Tintenstrahl fließt reibungslos, das Bild ist klar und die Farbwiedergabe ist normal – aber nachdem das Gerät eine Zeit lang ununterbrochen in Betrieb war, kommt es häufig zu Verstopfungen, Zeilenausfällen und Tintenmangelproblemen.
In den meisten Fällen handelt es sich bei diesen Problemen nicht um Hardwarefehler des Druckkopfs selbst. Sie resultieren aus der kombinierten Wirkung von Tintenstabilität, Partikelzustand und Betriebsumgebung und führen dazu, dass die Düsen allmählich verstopfen.
Der Strahl fließt reibungslos · Das Bild ist klar und vollständig · Der Status der Tintenabgabe ist stabil. Diese Eigenschaften weisen auf eine gute anfängliche Strahlleistung hin, können jedoch die Druckkopfstabilität bei längerem Dauerbetrieb nicht vollständig widerspiegeln. Normales Spritzen beim Start bedeutet nicht, dass es später nicht zu Verstopfungen kommt.
Ein stabiler Tintenstrahl beruht normalerweise auf einer gleichmäßigen Partikelverteilung, einer guten Dispersionsstabilität und einem stabilen Systemzustand. Wenn Partikel nach und nach aggregieren oder eine Mikroagglomeration auftritt, wirkt sich dies eher auf die normale Tintenabgabe aus der Düse aus.
Beim kontinuierlichen Ausstoßen zirkuliert die Tinte kontinuierlich, das Lösungsmittel verdunstet kontinuierlich und das Systemgleichgewicht verschiebt sich allmählich. Mit zunehmender Betriebszeit kann sich der Tintenzustand ändern – und damit steigt auch das Risiko einer Druckkopfverstopfung.
Der Druckkopf ist ein Präzisionsbauteil: Die Abmessungen der Düsenöffnung sind extrem klein, die Tinte fließt kontinuierlich durch die Düse und die Düsenoberfläche ist lange Zeit der Umgebungsluft ausgesetzt. Kommt es lokal zu Partikelablagerungen oder Tintenrückständen, wird der normale Strahlvorgang leicht beeinträchtigt.
In der tatsächlichen Produktion: Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit variieren, die Dauerbetriebszeit ist lang und die Abschaltintervalle variieren. Alle diese Faktoren beeinflussen den Zustand der Tinte und erhöhen dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Druckkopfverstopfung.
Zu Beginn des Ausstoßens: Der Zustand der Tintenabgabe ist stabil und die Ausstoßqualität ist normal. Doch im Dauerbetrieb zirkuliert die Tinte kontinuierlich, die Düse arbeitet kontinuierlich und es sammeln sich nach und nach lokale Rückstände an. Verstopfungsprobleme werden typischerweise mit der Zeit immer offensichtlicher.
Denn wenn das Gerät startet: Der Tintenzustand ist stabil, das Innere der Düse bleibt frei und es haben sich noch keine Rückstände gebildet. Beim kontinuierlichen Ausstoßen zirkuliert die Tinte kontinuierlich, die Düse arbeitet kontinuierlich und es bilden sich nach und nach lokale Ablagerungen. Das Problem der Druckkopfverstopfung macht sich erst langsam bemerkbar.
Normales Ausstoßen, aber häufige Verstopfungen des Druckkopfes sind im Wesentlichen das Ergebnis der kombinierten Wirkung von Tintenstabilität, Partikelzustand und Ausstoß-Betriebsbedingungen.
Normales Ausstoßen bedeutet nicht, dass der Druckkopf langfristig stabil ist
Der Partikelzustand beeinflusst den Düsenfluss
Die Tintenzirkulation ändert den Systemstatus
In den Düsenzonen sammeln sich leichter Rückstände an
Die Betriebsumgebung beeinflusst die Strahlstabilität
Je länger die Laufzeit, desto leichter kommt es zu Verstopfungen
Diese Faktoren wirken zusammen und führen bei kontinuierlichem Betrieb zu Düsenverstopfungen, Leitungsausfällen und Tintenmangel in Tintenstrahlsystemen. Bei der Analyse von Druckkopfverstopfungsproblemen ist es neben der Überprüfung des Gerätezustands auch erforderlich, die Stabilität der Tintendispersion, den Partikelzustand und die Systemstabilität während des Langzeitgebrauchs umfassend zu bewerten.