Bei Ausrüstungen von Chemieanlagen, Lagertanks, Rohrleitungen, Stahlkonstruktionen und allen Arten von Hochleistungs-Korrosionsschutzbeschichtungssystemen tritt immer wieder eine Situation auf: Die Beschichtung ist aufgetragen und der Film ist vollständig, die Haftung ist gut und die Oberfläche ist flach und gleichmäßig – aber nach längerer Einwirkung saurer oder alkalischer korrosiver Umgebungen entwickelt die Beschichtung allmählich Blasenbildung, Wölbungen und sogar örtliche Delaminierung.
In den meisten Fällen wird ein solches Problem nicht durch die Anwendungsqualität verursacht. Sie ist das Ergebnis von Veränderungen in der inneren Struktur und Grenzflächenstabilität der Beschichtung, die unter der anhaltenden Einwirkung korrosiver Medien allmählich auftreten.
In der ersten Zeit nach der Anwendung:
- Der Film ist vollständig und einheitlich
- Die Oberfläche ist flach und glatt
- Der Haftungszustand ist normal
Diese Eigenschaften weisen auf eine gute Qualität der anfänglichen Filmbildung hin, können jedoch die Langzeitstabilität der Beschichtung in einer sauren oder alkalischen Umgebung nicht vollständig widerspiegeln. Ein vollständiger Film bedeutet nicht, dass bei längerem Kontakt mit sauren oder alkalischen Medien keine Blasenbildung auftritt.
Im Langzeiteinsatz:
- Saure und alkalische Medien stehen in ständigem Kontakt mit der Folie
- Die Beschichtung ist einer ständigen chemischen Einwirkung ausgesetzt
- Die Struktur der Oberflächenschicht verändert sich allmählich
Mit zunehmender Kontaktzeit nimmt die Filmstabilität kontinuierlich ab und lokale Bereiche werden anfälliger für abnormale Entwicklungen.
Eine Beschichtung behält ihre Integrität durch Folgendes:
- Eine dichte Filmstruktur
- Gute Grenzflächenbindungsfähigkeit
- Eine stabile Schutzbarriere
Wenn korrosive Medien nach und nach in die Beschichtung eindringen, kann die Stabilität der Grenzfläche beeinträchtigt werden, was das Risiko einer Blasenbildung erhöht.
Im tatsächlichen Dienst:
- Die Filmdicke variiert von Zone zu Zone
- Kanten und Schweißnähte unterliegen komplexen Spannungszuständen
- Lokale Positionen werden durch die Medien stärker beeinflusst
Diese Bereiche sind oft die ersten, an denen sich Blasen bilden.
Im Langzeiteinsatz:
- Die Temperatur ändert sich ständig
- Die Luftfeuchtigkeit schwankt ständig
- Ätzende Medien wirken wiederholt
Diese Faktoren überlagern sich und verstärken sich, was die Alterung der Beschichtung und die Destabilisierung der Grenzfläche weiter beschleunigt.
In den frühen Phasen des Dienstes:
- Die Folie ist generell stabiler
- Oberflächenveränderungen sind nicht offensichtlich
Aber mit zunehmender Servicezeit:
- Die chemische Wirkung nimmt ständig zu
- Die Filmstruktur ändert sich ständig
- Die lokalisierte Blasenbildung weitet sich allmählich aus
Das Blasenphänomen wird typischerweise mit der Zeit immer deutlicher.
Denn wenn die Bewerbung abgeschlossen ist:
- Der Film ist gerade erst entstanden
- Die Struktur bleibt stabil
- Es wurde bisher keiner dauerhaften Einwirkung korrosiver Medien ausgesetzt
Bei anhaltendem Langzeitkontakt mit einer sauren oder alkalischen Umgebung:
- Auf die Beschichtung wirken ständig chemische Medien ein
- Der Schnittstellenzustand ändert sich kontinuierlich
- Lokal schwache Bereiche werden nach und nach freigelegt
Erst dann stellt sich langsam das Blasenproblem ein.
Ein vollständiger Film, der in einer sauren oder alkalischen Umgebung Blasen bildet, ist im Wesentlichen das Ergebnis der kombinierten Wirkung chemischer Medien, abnehmender Grenzflächenstabilität und Umweltfaktoren.
Diese Faktoren wirken zusammen und verursachen Blasenbildung, Wölbungen und sogar Delaminierung in Korrosionsschutzbeschichtungen in sauren und alkalischen Umgebungen. Bei der Analyse von Säure-/Laugen-Blasenproblemen ist neben der Beurteilung der Verarbeitungsqualität eine umfassende Beurteilung der chemischen Beständigkeit, der Filmdichte und der Langzeitschutzstabilität des Beschichtungssystems erforderlich.